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| Arbeitsstrukturen in virtuellen Unternehmen - Zum Workshop von ViCO und NErVUM am 29.09.2004 in Dortmund (5693 Besucher) 14.10.2004 von Rüdiger Klatt |
| Zusammenfassung der Ergebnisse des Workshops vom 29.9.04
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| Gegenwärtig bekommen wir deutlich zu spüren, dass die Arbeitswelt im Wandel ist. Neue Arbeitsformen, neue Organisationsstrukturen, höhere Flexibilität, Eigenverantwortung und Qualifikationen sind gefragt. Wie wird sich dabei die Möglichkeit auswirken, Arbeit und vor allem Zusammenarbeit virtuell zu gestalten? Um diese Thematik zu diskutieren hat sich am 29.09.2004 eine Gruppe von Forschungsprojekten, die vom BMBF im Förderprogramm „Innovative Arbeitsgestaltung – Zukunft der Arbeit“ gefördert werden, in Dortmund zu einem Workshop versammelt. Veranstalter waren die Projekte ViCO und NErVUM, beide mit ihrer Projektleitung an der Universität Dortmund angesiedelt. NErVUM steht für „Neue Erwerbsbiografien in virtuellen Unternehmen der Medienin-dustrie“ und beschäftigt sich u. a. mit der Frage, wie Phasen der abhängigen Be-schäftigung, der befristeten Beschäftigung und der Zeitarbeit, der Selbstständigkeit und der Arbeitslosigkeit, Qualifizierung, Umschulung usw. in verschiedenen Kombi-nationen miteinander verwoben sind. Erste Ergebnisse zeigen, dass die so genannten nichtlinearen oder „brüchigen“ Erwerbsverläufe sehr häufig zu komplexen Kompetenzprofilen bei den Betroffenen führen. Insbesondere der Erwerb impliziten Erfahrungswissens und von Schlüsselqualifikationen wird durch die berufsbiografische Diversität gefördert. Wie dieser Kompetenzerwerb mit Instrumenten der Personalentwicklung unterstützt werden kann, ist eines der Kernthemen von NErVUM. Im Forschungsprojekt des Virtuellen Qualifizierungs-Coach, ViCO, wird ein webba-sierter Qualifizierungscoach entwickelt, der Akteure in virtuellen Unternehmen zu-künftig unterstützt. Er ermöglicht es, sich über den Stand von Kompetenzen zu ver-gewissern, „Kompetenzlücken" für die jeweilig anstehende Arbeit aufzudecken und passende Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote zu finden, um sich selbstgesteuert fortbilden zu können. Die Schnittstelle beider Projekte liegt u. a. in der Analyse von Kompetenzprofilen, in der Untersuchung der Work-Life-Balance und Berufsidentität von Mitarbeitern in vir-tuellen Unternehmen. In diesen Themenfeldern findet ein intensiver Wissensaus-tausch zwischen den Projekten statt, um von den Ergebnissen des anderen zu ler-nen und unnötige Doppelarbeiten zu vermeiden. Die Erfahrungen aus dieser Kooperation wurden beim Workshop in Dortmund nun auch anderen Projekten im Themenschwerpunkt „Gestaltung von Arbeit in virtuellen Unternehmen“ vorgetragen, mit der Absicht einen nachhaltigen Forschungsdialog zu beginnen. Dazu wurde unter anderem ein „Open Space” eingerichtet. In kleinen informellen Gruppen konnte dabei der rege Diskurs über Forschungsfragen, -design, -methoden oder -ergebnisse in Gang gebracht werden. Anschließend bestand für die Projektpartner die Möglichkeit, die aus den Gesprächen gewonnenen Erkenntnisse hinsichtlich möglicher Synergien und/oder Ergänzungsbedarfen zu benennen. Die Vorträge des Workshops widmeten sich, neben den oben bereits erwähnten Themen von ViCO und NErVUM: der „Effizienten Zusammenarbeit in virtuellen Un-ternehmen“ (@virtu); dem „Aufbau eines virtuellen Unternehmens in der Luftfahrtin-dustrie“ (AERVICO); „Kleinunternehmen und Freelancern in Netzwerken“ (AVAG); „Virtuellen Unternehmens- und Arbeitsstrukturen im Kommunalbereich“ (KOVIUS); der „Gestaltung der Arbeit in virtuellen Unternehmen“ (Arbeit@VU) sowie „Virtuellem Arbeiten und Lernen in projektartigen Netzwerken“ (VIP-NET). Die Forschungsprojekte beschäftigen sich alle mit Bedingungen, Strukturen und Optimierungen, um die Entwicklung von Unterstützungstools oder Best Practice für Virtuelle Unternehmen. Neben der engen Kooperation in Querschnittsbereichen einzelner Projekte wurden auf dem Workshop die Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen im nationalen Rahmen und unter Einladung einschlägiger Unternehmen sowie im internationalen Rahmen verabredet. Eine ausführliche Multimedia-Dokumentation ist über sigita.urdze@uni-dortmund.de erhältlich. |
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